REGIOKORN – GETREIDE AUS SÜDTIROL

GETREIDE IN SÜDTIROL

Früher, um 1900, als noch jeder Südtiroler Bauernhof Selbstversorger war, wuchsen auf fast 30.000 Hektar Getreide. Der Bau der Eisenbahn erlaubte es, Getreide günstiger zu importieren, und die Möglichkeit der Bewässerung, die Landwirtschaft auf Obstanbau zu spezialisieren. So kam es, dass keine 100 Jahre später im ganzen Land nur mehr knappe 250 Hektar dem Getreide gewidmet waren.
Im Jahre 2011 begann das Projekt „Regiokorn“ mit dem Ziel, den regionalen Getreideanbau wiederzubeleben und die regionale Produktpalette sowie die Kulturlandschaft zu bereichern.

Aktuell werden von über 50 Bauern Roggen und Dinkel im Vinschgau, Pustertal, Eisacktal und am Tschögglberg auf circa 100 Hektar angebaut. Das Getreide wird strengen Qualitäts- und Reinheitskontrollen unterzogen, von der Meraner Mühle vermahlen und anschließend von den ca. 35 teilnehmenden Bäckereien in schmackhafte Südtiroler Backwaren verwandelt.

KONTROLLIERT REGIONAL

Vom Saatgut bis zum frisch gebackenem Brot garantiert das Qualitätszeichen Südtirol mit unabhängigen Kontrollen, dass sich alle Beteiligten ans Vereinbarte halten: die Landwirte an den sorgfältigen, regionalen Anbau ohne Einsatz von Mineralstoffdüngern, die Meraner Mühle an die schonende und professionelle Vermahlung sowie die effiziente Logistik, die Bäcker an die handwerkliche Herstellung feinster Backwaren mit mindestens 75% Getreide aus Südtirol.

GEMEINSAM STARK

Die Realisierung und der Erfolg des Projekts „Regiokorn“ ist von vielen Faktoren abhängig und dem Einsatz aller Projektpartner zu verdanken. Zu Beginn wurde das Projekt vom TIS Innovation Park (heute IDM Südtirol) in Kooperation mit dem Land- und Forstwissenschaftlichen Versuchszentrum Laimburg, dem Südtiroler Bauernbund und dem Beratungsring Berglandwirtschaft (BRING) geleitet. Die darauffolgenden Jahre kamen mit der Exportorganisation Südtirol (heute IDM Südtirol) und dem Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol (HDS) zwei weitere starke Projektpartner hinzu. Heute trägt sich das Projekt durch den Einsatz der vielen Landwirte, der Meraner Mühle, den begeisterten Bäckern sowie den vielen Konsumenten, welche die Vorteile regionaler Produkte schätzen.